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Marktberichte

Optimismus für die heimische Holzwirtschaft 2018

Die Aussichten der heimischen Holzwirtschaft für 2018 sind sehr zuversichtlich, obwohl Schadholzereignisse das Jahr 2017 geprägt haben.
Mitte August 2017 kam es aufgrund des trockenen Sommers vor allem im Mühl- und Waldviertel zu einem massenhaften Auftreten des Borkenkäfers. Eine der Folgen: Die Frischholzpreise sanken um ca. 10 %, die Käferholzpreise noch mehr. Das Käferholz wurde dann relativ rasch aufgearbeitet. Im Herbst kamen einige Stürme dazu, die aber den Holzmarkt nicht mehr verwarfen.
In Österreich wächst die Wirtschaft so stark wie zuletzt vor 7 Jahren. Die Bauwirtschaft trägt dazu wesentlich bei. Wohnbau, sonstiger Hochbau und auch der Tiefbau verzeichnen deutliche Zugewinne.

Alle Exportländer für Österreich laufen positiv. Auch in die USA kann wieder geliefert werden, da die Preise passen. Größere Mengen von Schnittholz gehen auch nach China. Einzig in der Levante sind die Unsicherheiten etwas höher: Obwohl der Holzverbrauch dort steigen sollte, ist die politische Unsicherheit ein Hemmfaktor.

All das hat schon 2017 zu einem bedeutenden Mehreinschnitt der österreichischen Sägeindustrie geführt und auch für 2018 wird eine ähnlich gute Nachfrage wie 2017 erwartet. Dementsprechend haben auch die Rundholzpreise schon fast wieder das „Vorkäfer“-niveau erreicht.

Auch die anderen Holzabnehmer in Österreich sehen durchwegs positiv in das neue Jahr: Die Zellstoff-, Papier- und Plattenindustrie erwarten einen guten Absatz und damit gute Produktionszahlen, es wird auch kräftig investiert.