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Marktberichte

Kommentar: Wo bleibt das Holz aus dem Kleinwald?

März 2013: DI Reinhard Pfeffer (RWA-Holzabteilung) über die Holzschlägerungen in Kleinwäldern.
Der heurige Winter im bäuerlichen Kleinwald war von außerordentlicher Ruhe geprägt. Wenn man sich umhört, hört man eine Vielzahl von Gründen, warum in dieser Saison weniger genutzt wurde als üblich. Hauptgrund war sicher die Witterung: Die normalen Schneefälle würden nicht stören, aber der Dezember 2012 und auch der Jänner 2013 waren zu warm, sodass der Dauerfrost gefehlt hat, um die Böden befahrbar zu machen. Man kann eher nicht davon ausgehen, dass diese Schlägerungen noch bis in den Herbst nachgeholt werden.
Ein weiterer Grund ist die Besitzerstruktur im Kleinwald: Mehr als 400.000 ha werden in Besitzgrößen von unter 5 ha gehalten. Diese Betriebe schlägern nicht kontinuierlich sondern aussetzend, nämlich oft nur dann, wenn der Holzpreis passt. Nachdem sich dieser schon seit nahezu 3 Jahren auf einem attraktiven Niveau befindet, wurde in diesem Kleinstwald schon meist geschlägert, und jetzt kehrt die nächsten 5–10 Jahre Ruhe ein.